In den kommenden Tagen dürfen wir Mariko Takagi, die als Professorin mit dem Schwerpunkt Typographie und Buchgestaltung am Doshisha Women’s College of Liberal Arts in Kyoto lehrt, gleich zweimal im Haus begrüßen. Zu beiden Veranstaltungen laden wir herzlich ein! Vortrag: MIES UND DIE SCHRIFT - Ludwig Mies van der Rohes Archigrafie – Eine Erkundung Freitag, 3. Juni 2022, 19-20 Uhr im Mies van der Rohe Haus Eine »Erkundung«, da es in diesem Vortrag um eine persönliche, der Typografie (das Gestalten mit Schrift) zugrunde liegende Annäherung an das Thema »Mies van der Rohes Umgang mit Schrift« geht. Mies van der Rohe verwendete bevorzugt serifenlose Schriften in seinen Entwürfen und seiner Architektur. Zunächst wirft diese Beobachtung keine Fragen auf. Denn ab den 1920ern waren schlichte, serifenlose und zugleich konstruierte Buchstabenformen medienübergreifend die bevorzugte Schriftwahl. Stellt man sich die Frage, ob die Serifenlosen zunächst in gedruckter Form oder in der architektonischen Repräsentation vorkamen, beginnt das gesetzte Verständnis zu wanken. Buchvorstellung: »e/moji graphy – the essence of kanji, visually« Wita Noack im Gespräch mit Mariko Takagi Sonntag, 5. Juni 2022, 17-18 Uhr im Mies van der Rohe Haus Emoji – international wird dieser Begriff assoziiert mit den bunten Smileys die unsere Textnachrichten garnieren. Der Begriff Emoji kommt aus dem Japanischen und setzt sich zusammen aus e 絵 für Bild und moji 文字 für Zeichen, Buchstabe oder ganz allgemein Schriftsystem. Die Sino-japanische Schrift Kanji wird oft vereinfacht als ideografisch beschrieben und im schlimmsten Fall mit Emoji verglichen, in dem Glauben, dass man die Bedeutung der Zeichen von ihrer Form ablesen kann. Diesem Mythos geht »e/moji graphy – the essence of kanji, visually« nach und beschreibt und visualisiert dabei die Grenzen einer rein bildlichen Kommunikation. #marikotakagi #miesvanderrohe #miesvanderrohehaus #miesunddieschrift #theessenceofkanji #modernism
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